Baunebenkosten – was ist das?

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Baunebenkosten sind keine Lappalie! Für Häuslebauer ist es wichtig, neben den eigentlichen Baukosten für Haus und Grundstück auch die Baunebenkosten in die Rechnung einzubeziehen. Unter „Baunebenkosten“ fallen alle die Kosten, die neben den eigentlichen Kosten für den Bau und das Grundstück für Planung und Ausführung ebenfalls zu Buche schlagen.

Viele Bauherren haben die Kosten für den Bau ihres Eigenheims im Blick, unterschätzen jedoch die Baunebenkosten, die ihr Vorhaben preislich in die Höhe treiben. Um einen Überblick zu erhalten finden Sie im Folgenden die Baunebenkosten unterteilt nach den einzelnen Bauabschnitten:

Baunebenkosten beim Grundstückskauf

Nach dem eigentlichen Kauf eines Grundstücks kommen Kosten für den Notar, der den Kauf des Baugrundstücks beglaubigt und den Eintrag in das Grundbuch vornimmt. Wird in einer Baugemeinschaft gekauft und gebaut, muss für jede einzelne Ausführung der Dokumente bezahlt werden. Ebenfalls als Baunebenkosten sind die Maklerkosten für den Grundstückskauf zu werten, die je nach Region unterschiedlich ausfallen. Hinzu kommt die Grunderwerbssteuer, die nach dem jeweiligen Steuersatz der Region zu entrichten ist. Und eventuell kann auch noch die genaue Vermessung des Grundstücks hinzukommen, dessen Preis der Bauherr ebenfalls zu tragen hat.

Baunebenkosten in der Planungsphase

Zu den Baunebenkosten gehören die Kosten für die Planung und Berechnung des Neubaus. Somit sind Kosten für den Architekten für die Erstellung eines Entwurfs, für den Statiker zur Errechnung der Tragfähigkeit und Statik des zukünftigen Hauses sowie für sonstige Sachverständige, wie zum Beispiel für einen Bodengutachter einzuplanen. Hinzu kommen die Gebühren bei den zuständigen Behörden für die Baugenehmigung.

Baunebenkosten in der Bauphase

Und wenn man die Baugenehmigung bekommen hat, muss man sich, sofern das Grundstück noch nicht erschlossen ist, auf Erschließungskosten einstellen, damit das eigene Haus auch an die Kanalisation, das Strom- und Telefonnetz angeschlossen werden kann. Für Kanalisation- und Stromanschlüsse sind die örtlichen Anbieter zuständig und für den Anschluss an das Telekommunikationsnetz die Bauherrenberatung der Telekom unter: http://hilfe.telekom.de/hsp/cms/content/HSP/de/9828/Startseite/Umzug/Bauherrenberatung

Für die Zeit der Bautätigkeit ist es sinnvoll, eine Bauherrenhaftpflicht abzuschließen, die Unfälle auf der Baustelle abdeckt. Notwendig ist eine Feuer-Rohbauversicherung, die vor Schänden durch höhere Gewalt schützt. Diese ist in der Regel während der Bauphase frei und wird nach Abschluss des Baus in eine Gebäudeversicherung umgewandelt. Einen Überblick über die wichtigsten Versicherungen für Bauherren findet man unter http://www.bundderversicherten.de/wohnen-bauen/bauvorhaben.

Je nachdem, wie die Vertragsgestaltung mit der Baufirma aussieht, können zum eigentlichen Errichten des Hauses noch Fußböden (Fliesen und z.B. Parkett) hinzu kommen. Malerarbeiten im Innenbereich sind zu berücksichtigen, genauso wie die Inneneinrichtung in Bad und Küche sowie die Heizung.
Hier kommen auch noch Baustrom und Bauwasser hinzu, die auch abgerechnet werden müssen, ebenfalls als kleinerer Posten die Kommunikationskosten für Telefonate und Korrespondenz mit Architekten, Ämtern, Baufirmen.

Baunebenkosten nach der Bauphase

Ein weiterer Faktor, der die Kosten in die Höhe treiben kann, kommt erst nach der eigentlichen Bauphase zum Tragen: Außenanlagen wie Garten, Einfahrt oder ein Carport mit entsprechender Beleuchtung müssen auch geplant und bezahlt werden.
Viele Bauherren versuchen in dieser Phase einen Teil der Baunebenkosten dadurch abzufangen, indem sie selbst mit anfassen. Man spricht hierbei von der sogenannten „Muskelhypothek“ und meint damit die Eigenleistung, die der Bauherr erbringt, indem er zum Beispiel das Parkett selbst verlegt oder die Maler- und Tapezierarbeiten selbst ausführt. Einen Überblick über aktuelle Produkte findet man unter http://www.heinze.de/produkte.

Schätzung der Baunebenkosten

Der Begriff „Baunebenkosten“ hört sich zu nächst nach einem kleinen Posten an. Verwendet man die gängige Faustregel, die besagt, dass ungefähr 15 bis 20 % der Baukosten als Baunebenkosten angesetzt werden können, so ergibt sich daraus schon eine größere Summe. Bei Baukosten von 250.000 Euro für Haus und Grundstück ergeben sich 37.500 bis 50.000 Euro, die den Bau-Etat belasten. Diese sollten bei der Baufinanzierung als Sicherheit unbedingt eingeplant werden.

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2 thoughts on “Baunebenkosten – was ist das?”

  1. Guter Artikel!
    Wir haben vor einiger Zeit gebaut und wir sind leider sehr schlecht über die Baunebenkosten beraten worden. Unser Hausberater/Verkäufer hat diese Baunebenkosten absichtlich (im Nachhinein) gering gehalten, damit wir nicht über unser angegebenes Budget kommen.

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