Rigipsplatten richtig verspachteln – Schritt für Schritt

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Gipsplatten sind für den Innenausbau oftmals unabdingbar und werden vielseitig eingesetzt. Wände und Decken werden häufig mit diesem Material verkleidet, da Rigipsplatten eine glatte Oberfläche besitzen und sehr widerstandsfähig sind. Wichtig ist allerdings, dass die Plattenstöße auch korrekt verspachtelt und danach geschliffen sind, da sonst keine glatte Oberfläche der Rigipsplatten entsteht.

Los geht es mit dem richtigen Fugenspachtel

Je nachdem, welche Plattenkanten verwendet werden, benötigt ein Handwerker oder Heimwerker einen ebenso passenden Fugenspachtel. Dieser wird wahlweise mit oder ohne Bewehrungsstreifen verwendet.

Beim Zuschneiden der Rigipsplatten entstehen offene Schnittkanten, die noch vor dem Verspachteln mit einem Kantenhobel gleichmäßig angefasst werden müssen. Ist die gesamte Konstruktion fertig (beispielsweise korrekt verschraubt, von Staub befreit und gereinigt), darf verspachtelt werden.

Zum Spachteln werden folgende Materialien benötigt:

  • Mischgefäß (gut gesäubert)
  • kleine Kelle (alternativ eine Gipserkelle)
  • große Kelle (oder Glättkelle)

Wichtig ist, beim Anrühren des Fugenspachtels die Angaben des Herstellers zu beachten. Auch die vorgegebene Reifezeit sollte beachtet werden (meistens beträgt sie drei Minuten).

Vorspachteln und Glätten der Platten

Beim ersten Spachteln (Vorspachteln genannt) kommt es darauf an, die Fugen mit Spachtelmasse zu füllen. Sobald die Fuge gefüllt ist, wird sie geglättet. Auch andere Unebenheiten oder beispielsweise Schraubenköpfe müssen auf diese Weise verspachtelt werden. Nun die Spachtelmasse komplett trocknen lassen, ehe es mit der Endbearbeitung weitergeht.

Das Glätten ist auch als Finish bekannt. Die Handhabung funktioniert ähnlich wie das Vorspachteln.

  1. gespachtelte Bereiche kontrollieren und eventuell überstehende Masse abstoßen
  2. Fugenspachtel anmischen
  3. Übergänge spachteln (z.B. an Kanten und Ecken)

Gerade die Übergänge sollten nicht außer Acht gelassen werden, da sie später zu Rissen führen können.

Ist der Spachtel gut getrocknet, kann es mit dem Schleifen losgehen. Hier kommt ein Handschleifer mit Schleifgitter zum Einsatz. Beim Schleifen sollte am besten eine Atemmaske getragen werden. Den Handschleifer nun in kreisenden Bewegungen bewegen und weiterhin darauf achten, dass das Gerät plan aufliegt.

Nach der Farbgebung kann es deutlich sichtbar sein, wenn die Schleiffläche nicht plan ist. Das kann vorkommen, wenn

  • es Unebenheiten gibt
  • sich etwas verkantet
  • oder die Schleiffläche zu weich ist.

Was ist das Ziel der Arbeit?

Um zu entscheiden, welches Schleifgitter und welche Körnung sinnvoll sind, muss der Heimwerker beziehungsweise Handwerker wissen, was das Ziel seiner Arbeit ist. Kommen beispielsweise Fliesen oder Tapete auf die Rigipsplatten (also eher dickes Material), dann ist ein Schleifgitter mit 100er Körnung ausreichend.

Werden die Platten dagegen nur noch gestrichen (also nur noch eine farbliche Gestaltung), dann müssen die gespachtelten Flächen fein geglättet werden, sodass auch die Körnung besonders fein sein sollte.

Wichtig: Bevor es zu einer weiteren Behandlung der Oberfläche kommt, ist es ratsam, die gesamte, gespachtelte Fläche zu grundieren.

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