Terrassenbau: WPC statt Holz?

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Wer hat ihn nicht, den Traum einer weitläufigen, eleganten Holzterrasse? Das Gefühl von rauen Holzdielen an den nackten Füßen, die Wärme des Materials, seine ästhetische Natürlichkeit – viel mehr braucht es bei den meisten Menschen nicht, um Urlaubsstimmung zu wecken. Sobald aber die schönen Terrassenbohlen unter dem Einfluss der Jahre und des Wetters zu splittern beginnen oder sich gar spalten, ist es vorbei mit der anfänglichen Euphorie.

So beliebt Holz auch als Werkstoff für Terrassen ist, es muss gepflegt werden und birgt viel Arbeit. Wenn man lästige Splitter und möglicherweise sogar den einen oder anderen Arztbesuch vermeiden will, muss Jahr für Jahr geschliffen und gestrichen werden: Eine lästige und zeitraubende Tätigkeit, auf die man gut verzichten könnte. Eine pflegeleichte Alternative wäre Stein, allerdings büßt die Terrasse damit in den Augen vieler einen großen Teil ihres Flairs und ihrer natürlichen Wärme ein.

Terrassendielen aus WPC

Mittlerweile greifen mehr und mehr Käufer zur Terrassendielen aus WPC, ausgesprochen Wood-Plastic-Composites, was zu Deutsch für den Verbund von Holz und Kunststoff steht. Das Endprodukt, das zu 50% aus Polyvinylchlorid (PVC) und zu 50% aus Holzfasern besteht, soll die besten Eigenschaften der beiden Materialien vereinen und sowohl durch Optik, als auch durch Stabilität und Langlebigkeit punkten.

Fakt ist, dass die WPC-Dielen hinsichtlich des Aussehens dem Original aus Holz in nichts nachstehen. In puncto Natürlichkeit überzeugen sie auf den ersten Blick, aber gibt es denn noch andere Vorteile gegenüber den Holzbohlen?

Lange Haltbarkeit der Terrassendielen

Tatsächlich ist es so, dass die PVC-Anteile im Werkstoff und die spezielle Verarbeitung ein Splittern des Materials verhindern und für eine lange Haltbarkeit sorgen. Geschliffen oder gestrichen werden muss nicht, weil WPC wasserabweisend und somit resistent gegen äußere Einflüsse ist. Dadurch erweist es sich außerdem als sehr rutschfest bei Nässe.

Wer nun denkt, dass Holz die ökologischere Wahl ist, hat sich getäuscht: Hartholz aus den Tropen ist weitaus umweltschädigender, als WPC. Der Holzanteil im Material stammt ausschließlich aus Wäldern, die über ein PEFC-Zertifikat verfügen und nachhaltig bewirtschaftet werden. Es ist vollständig wiederverwertbar und zeichnet sich damit als reiner Biowerkstoff aus, der eine echte Alternative zu durch Raubbau gewonnenen Tropenhölzer ist.

Wer Wert auf ein Produkt aus ressourcenschonender Erzeugung legt, das sich mit der mondänen Optik von Holz messen kann und zugleich weitaus weniger Zeit- und Energieaufwand verlangt, sollte sich nach seriösen Herstellern erkundigen und sich gut beraten lassen. Auch hier gilt: Augen auf beim Kauf, denn so wie Holz nicht gleich Holz ist, gibt es auch Qualitätsunterschiede bei WPC.

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2 thoughts on “Terrassenbau: WPC statt Holz?”

  1. Markus sagt:

    Netter Artikel. Ich würde meine WPC Terrasse nicht mehr hergeben. Einmal kurz im Jahr abkärchern und alles glänzt wieder wie am ersten Tag.
    Kann ich nur jedem weiter empfehlen.

    Grüße,
    Markus

  2. Henrik sagt:

    Also ich steh immer noch auf die guten alten Holzdielen. Besser gehts einfach nicht. :) Sie sind zwar pflegeintensiver aber meiner Meinung nach schöner. Ich will nicht bestreiten, dass die WPC-Dielen auch super sind. Aber nichts für mich. 😀
    Gruß

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