Wandgestaltung mit Magnetfarbe

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Bei einem Neubau, einer Sanierung oder Renovierung stellt sich schließlich auch die Frage nach einer ansprechenden Wandgestaltung. Diese kann auf herkömmliche Art und Weise dadurch erfolgen, dass die Wände gestrichen, verputzt oder tapeziert werden. Moderne Wohnraumgestaltungen zeichnen sich darüber hinaus durch die Verwendung kreativer und außergewöhnlicher Möglichkeiten wie 3D-Tapeten oder Modellierputz aus. Besondere Wandgestaltungen lassen sich außerdem mit Hilfe von Magnetfarbe erreichen, die nicht nur eindrucksvoll, sondern auch funktional sind.

Funktionsweise und Anwendung

Magnetfarbe besteht aus herkömmlicher Farbe, die mit einer großen Menge an Eisenpulver oder –teilchen versetzt wird. Auf diese Weise kommt die magnetische Anziehungskraft zur Wirkung und Magnete bleiben an der mit Magnetfarbe gestrichenen Wand haften. Die Haftkraft ist bei verschiedenen Magneten unterschiedlich und kann bei solchen aus Neodym, die als stärkste Magnete der Welt gelten, mitunter so groß sein, dass ein Fahrrad an einer Fläche von 5 auf 5 cm aufgehängt werden kann. Weitere Infos zu Magnetismus gibt es in diesem Glossar. Noch kleinere Neodym-Magnete können in Form von Würfeln oder Scheiben dazu verwendet werden, Fotos, Zeichnungen und ähnliche Dinge an einer Wand zu befestigen, die mit Magnetfarbe gestaltet worden ist. Dazu muss diese lediglich mit einem handelsüblichen Pinsel mindestens dreimal aufgetragen werden, um ein perfektes Ergebnis zu erreichen. Größere Flächen können mit einer Farbrolle gestrichen werden. Alternativ kann auch eine Magnet-Spachtelmasse verwendet werden, die mit Hilfe eines herkömmlichen Spachtels verarbeitet werden kann und nur einmal aufgetragen werden muss.
Da die Magnetfarbe selbst nicht magnetisch ist, kann es zu keinerlei Störungen bei elektrischen Geräten kommen, die sich in der Nähe befinden.

Gestaltungsmöglichkeiten

Magnetfarbe oder  –spachtelmasse eignet sich sowohl für die Gestaltung kompletter Wände als auch für die Akzentuierung begrenzter Flächen. Dazu wird ein Teil der Wand in einer beliebigen Form abgeklebt und anschließend gestrichen oder verspachtelt. Neben Kreisen, Drei- und Vierecken sind auf diese Weise ebenfalls Muster möglich.

Nach dem Auftragen kann die Magnetfarbe, die üblicherweise Dunkelgrau ist, mit einer normalen Farbe in einem beliebigen Ton überstrichen werden oder mit einer dünnen Tapete beklebt werden. Dies macht es möglich, die Magnetwand unsichtbar zu machen und an die restliche Wandgestaltung anzupassen. Geometrische Formen oder Muster können durch die Verwendung verschiedener Farben noch eindrucksvoller gestaltet werden. Im Anschluss lassen sich auf diesen Flächen leichte Gegenstände mit Hilfe von Magneten befestigen, ohne dass Nägel, Reißzwecken oder ähnliches Befestigungsmaterial benutzt werden müssen. In Kombination mit der Magnetfarbe können selbstklebende Magnetfolien oder -bänder für gänzlich unsichtbare Befestigungen sorgen. Für diesen Zweck wird die Folie oder das Band auf die Rückseite von Gegenständen geklebt, die anschließend an die Magnetwand geheftet werden können.

Im Kinderzimmer, in der Küche oder im Büro kann die Magnetfarbe außerdem mit Tafel- oder Whiteboardfarbe überstrichen werden. Dadurch können an einer Wand nicht nur Gegenstände flexibel fixiert werden, sondern sie kann auch mit Kreide und speziellen abwischbaren Stiften beschriftet werden. Diese Wandgestaltung ermöglicht eine besonders kreative Nutzung, weil sie zum einen immer wieder mit Leichtigkeit verändert werden kann. Durch das Austauschen von Bildern, Zeichnungen und Postkarten und das Aufmalen oder Aufschreiben von Symbolen, Sprüchen oder Zitaten entsteht immer wieder eine andere Optik. Zum anderen ist die riesengroßen Tafel oder Flipchart sehr funktional fürs Lernen, Brainstorming, für Präsentationen und anderes mehr zu nutzen.

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