Kosten beim Hausbau – womit ist zu rechnen?

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Aktuell wurden die Anleihenkäufe durch die Europäische Zentralbank zurückgefahren – die Zinsaussichten für das Jahr 2018 haben sich allerdings kaum verändert. Aufgrund des weiterhin niedrigen Leitzinses ist auch für das laufende Jahr davon auszugehen, dass die Kapitalmarktzinsen maximal moderat steigen werden. Was Sparer ärgert, ist für Schuldner ein Glücksfall. Insbesondere Baugeld ist immer noch zu attraktiven Konditionen zu erhalten. Wenn Sie schon über den Hausbau nachgedacht haben, ist der Zeitpunkt dafür jetzt ideal. Die Frage nach den Kosten stellt sich natürlich dennoch.

Welche Kosten für Haus und Grundstück zu erwarten sind

Pauschale Angaben lassen sich natürlich kaum machen, Richtwerte gibt es hingegen schon: zunächst muss das Grundstück gekauft werden. Bei einer Fläche von 800 m² lassen sich Kosten von 120.000 Euro annehmen. Natürlich gibt es auch deutlich günstigere Grundstücke, höhere Kosten sind allerdings ebenso möglich. Knapp 20.000 Euro kommen noch durch Nebenkosten hinzu, darunter die Maklergebühren, ein eventueller Abriss bestehender Gebäude oder aber Notarkosten. Weitere 15 bis 20.000 Euro kommen noch für Nebenkosten wie Baugrundgutachten, die Vermessung oder Prüfstatiker hinzu. Auch das Freimachen des Grundstücks oder eventuelle Erschließungskosten schlagen mit mittleren vierstelligen Beträgen zu buche. Die Kosten für ein massives Einfamilienhaus betragen etwa zwischen 200 und 300.000 Euro. Dabei wird eine Wohnfläche zwischen 120 und 180 m² angenommen. Natürlich können hier die Kosten aufgrund der Innenausstattung deutlich variieren; auch ein Keller verteuert das Haus aufgrund der notwendigen Erdarbeiten.

Reserven für unerwartete Ausgaben einkalkulieren

Solange die Kosten im Vorfeld einkalkuliert worden sind, ist dies in der Regel unproblematisch: wie bereits erwähnt, ist das Baugeld günstig verzinst – auf einige 1000 Euro kommt es dann tatsächlich meist kaum an. Gewisse Rücklagen sollten auch vorhanden sein, weil eine Nachfinanzierung zumeist schwierig und mit hohen zusätzlichen Kosten verknüpft ist. Dabei kann es sogar durchaus noch passieren, dass nach der Einrichtung und Schlüsselübergabe unerwartete Ausgaben auf Sie zukommen: typisch sind Neubaumacken wie defekte Heizungen oder Armaturen.

Verbindlichen Preis für schlüsselfertige Übergabe vereinbaren

Verbraucher sollten darauf achten, dass Hausbaufirmen konkrete Preise nennen und mit ihren Bauherren einen Gesamtpreis vereinbaren. Natürlich sind in diesem Zusammenhang auch Fertighäuser in Betracht zu ziehen, die zum einen aufgrund der maschinellen günstiger hergestellt werden können; zum anderen in jedem Fall zum Festpreis und in kürzester Zeit aufgebaut werden. Zu guter Letzt sollte die Niedrigzinsperiode keinesfalls dazu führen, einen Kredit abzuschließen, der über den eigenen Möglichkeiten liegt. Fachleute raten immer wieder dazu, möglichst viel Eigenkapital mitzubringen, welches den Kredit absichert – dann ist das Hausbauen einfach und günstig möglich.

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