Schnäppchen oder teure Falle? Lohnt sich die „Null-Prozent-Finanzierung“ bei Küchen

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Bei der Einrichtung eines Hauses gehört die Küche zu den teuersten Posten. Schon einfache Küchenzeilen kosten inklusive Geräten mehr als 1000 Euro. Einbauküchen schlagen sogar mit mehreren tausend Euro zu Buche. Um die Verbraucher trotzdem zum Kauf zu bewegen, setzen immer mehr Anbieter auf eine sogenannte „Null-Prozent-Finanzierung“. Das Angebot ist verlockend, denn trotz der Inanspruchnahme des Darlehens müssen keine Mehrkosten durch Zinsen gefürchtet werden. Doch ist diese Finanzierung wirklich ein Schnäppchen?

Modellrechnungen zeigen das Gegenteil, wie auch Christina Schneider von Fitformoney weiß: “Zwar verzichten die Anbieter bei der Null-Prozent-Finanzierung auf die Zinsen, dafür werden aber Gebühren fällig. Wer genau nachrechnet, zahlt dann schnell bis zu 15 Prozent mehr für die eigene Küche. Damit ist eine Finanzierung mit vermeintlichen null Prozent Zinsen noch teurer als der klassische Ratenkredit.”

Zinsen fallen oft erst später an

Der Grund für die deutlichen Mehrkosten ist recht simpel. Zwar bieten die meisten Banken beim Küchenkauf die Null-Prozent-Finanzierung an, doch diese gilt in vielen Fällen nur für einen bestimmten Zeitraum. Das heißt: Nach einer gewissen Laufzeit werden dann doch plötzlich hohe Zinsen berechnet. Ein Widerspruchsrecht hat der Kunde dann nicht mehr. Er muss die hohen Kosten in Kauf nehmen.

Dazu kommt, dass nicht alle Mehrkosten als solche erkennbar sind. Wer seine Küche beispielsweise bar bezahlt, erhält in der Regel attraktive Rabatte. Dazu weisen viele Anbieter nicht detailliert auf die Zusatzkosten hin, die beispielsweise durch eine Restschuldversicherung entstehen. Ein weiterer Trick, den sich viele Küchenhändler zu Nutze machen, ist der versteckte Kreditrahmen, der den Kunden gewährt wird. Wenn dieser dann Anwendung findet, gilt die Null-Prozent-Finanzierung nicht. Die Zinssätze sind unvorteilhaft hoch.

Auch wenn Sie damit liebäugeln, den Kredit vorher abzulösen, sollten Sie immer von einer Null-Prozent-Finanzierung absehen. Eine vorzeitige Kündigung verursacht unangenehm hohe Kosten, durch die sich die Küche erheblich verteuert.

Beim Küchenkauf bewusst sparen

Anstatt auf eine Null-Prozent-Finanzierung zu setzen, sollten Verbraucher darum bemüht sein, beim Küchenkauf bewusst zu sparen. Dies ist bei Küchenzeilen ebenso möglich wie bei Einbauküchen. So können beispielsweise durch die Wahl der Küchenarmaturen rasch beachtliche Einsparungen erzielt werden. Die Küchenarmaturen sind in Küchen unerlässliche Helfer. Heute unterscheiden sie sich nicht nur durch das Design, sondern auch durch die praktischen Eigenschaften voneinander.

Beim Küchenkauf sind vor allem einzelne Eigenschaften der Küchenarmaturen preisrelevant. Hierzu gehören die Beweglichkeit und Flexibilität sowie die Materialien. Zu den günstigsten Armaturen gehören die einfachen Einhebelmischer. Schon deutlich teurer sind die Modelle, bei denen die Armatur ausziehbar ist. Auch Ausführungen, die einen besonders hohen Auslauf haben, gehen in der Regel mit einem deutlichen Mehraufwand einher.

Neben den Armaturen kann auch bei den Geräten gespart werden. So ist beispielsweise ein Induktionskochfeld deutlich kostspieliger als ein klassisches Ceranfeld. Auch die Anzahl der Kochfelder sowie die Abmessungen insgesamt nehmen Einfluss auf den Preis.

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